Bericht zum Landessichtungsturnier

 

Das Leistungsgefälle im Sichtungsturnier war diesmal noch etwas größer als sonst, da mit Michael Gladilow (USCM) ein Spieler klar favorisiert gegenüber dem restlichen Feld war. Bei einer stark besetzten JBEM Magdeburg musste Michael Jan Wölfer, Grigorij Ibe und (etwas überraschend) Stefan Oberland den Vortritt lassen. Die undankbare Favoritenrolle nahm er sechs Runden lang souverän war und wirkte bei zumeist schnellen Siegen teilweise unterfordert. Vor der letzten Runde stand Michael mit 6/6 als Turniersieger fest und verlor überraschend die 7. Partie gegen David Rickmann (AEM). David konnte bereits im Vorjahr einen glänzenden Schlussspurt hinlegen. Für ihn wird es Zeit, sich trotz starker Konkurrenz in Magdeburg einmal für die "richtige" Meisterschaft zu qualifizieren. Zwischen die beiden schob sich mit 5,5 Punkten und insgesamt überzeugender Leistung Felix Kaczmarek (SF Hettstedt). Felix hatte die Qualifikation zur LEM nur durch Wertung verpasst und konnte bei seiner dritten Teilnahme am Sichtungsturnier in Folge gewachsene Spielstärke nachweisen.
Da die Spannung an der Spitze nicht so recht aufkommen mochte, konzentrierten sich Zuschauer meist auf die Zeitnotduelle von Olaf Ratzka (Lok Aschersleben). Häufiger waren es Olafs Gegner, die in diesen Situationen die Übersicht verloren. Von den jüngeren Spielern ist vor allem Johannes Güldenpfennig (SG Bittkau) zu erwähnen, der auf sehr gute fünf Punkte kam und recht abgeklärt spielte. Auch Hendrik Auge (Kali Wolmirstedt) konnte ca. 100 DWZ-Punkte zulegen. Beide sind noch u12 und verpassten im Vorfeld die LEM-Qualifikation ebenfalls knapp. Hervorheben möchte ich mit Philipp Höche (Franckesche Stiftungen) noch einen der Jüngsten. Philipp (Jahrgang '93) kam auf drei Punkte. Bestes Mädchen wurde Josephine Reiß (SG 1871 Löberitz) mit 3,5 Punkten. Josi konnte dabei allerdings nicht an ihre zuletzt sehr guten Leistungen anknüpfen.

Reyk Schäfer