LJEM 2004 - ein Fazit

Die Figuren sind in Bad Schmiedeberg wieder verstaut- was bleibt von dieser Meisterschaft in Erinnerung? Für mich zuallererst sehr aktive Schiedsrichter, die nicht nur das Geschehen auf den Brettern im Griff, sondern mit dem Ende der Meisterschaft auch erstmals eine komplett erfasste Partiendatenbank an die Teilnehmer ausgegeben hatten. Und als ob das nicht genug Arbeit ist- es konnte -angelehnt an die DJEM, wo die Partieanalyse mit GM Michael Bezold großen Anklang fand- erstmals ein allabendlicher Analyseservice angeboten werden, der auch rege genutzt wurde. Neben den Schiedsrichtern sei hier ausdrücklich noch der unendgeldliche Einsatz von Norman Schütze erwähnt. Auch die aktuelle Internetberichterstattung funktionierte Dank Reyk Schäfer ausgezeichnet. Und für mich war es natürlich eine Beruhigung, dass die Teilnehmer außer dem geschlossenen Taucher von den Problemen rund um das Objekt nichts mitbekamen.
Mit 121 Teilnehmern waren etwas weniger Jugendliche angereist als in den Vorjahren. Das lag an der leider weiter sinkenden Beteiligung in der u18w/u16w, aber auch in der u20 und u8. Dafür war das spielerische Niveau gemessen an den Vorjahren okay, die Spannung manchmal sogar groß wie selten. Ich denke da nur an die letzte Partie der u14m zwischen Christian Günther und Vincent Schwenke, die erst in den letzten Minuten entschieden wurde und deren Ausgang nach Wertung Johannes Paul zum Landesmeister kürte. In der u12w wiederholte sich der Zweikampf zwischen Pauline Mertens und Julia Döring vom letzten Jahr, nur blieb der Blitzentscheid durch die starke Schlussrunde von Carolin Kammrad gegen Döring diesmal aus. Aber auch in der u10m, u18w, u14w und u20 fiel die Entscheidung um die Titel erst in der letzten Runde.
Sicher gelangten dagegen Julia Herkt u16w, Isabel Weißenburg u10w, Michael Strache u16m und auch Maximilian Engshuber in der u8 an die Tabellenspitzen.
Neben den schachlichen Leistungen gab es dieses Jahr leider auch einige alkoholische Entgleisungen, vorzugsweise von Spielern, die mit dem Ausgang der Meisterschaft nichts mehr zu tun hatten. Natürlich ist die LJEM auch ein jährlicher Treffpunkt, auf den sich viele Teilnehmer nicht nur wegen der Wettkämpfe freuen. Gute Stimmung kann aber auch ohne Alkohol aufkommen, und wer das nicht wahrhaben will, bei dem sollten die Heim-Betreuer in Zukunft noch etwas genauer hinsehen.
Am Mittwoch (zu Finanzen) und am Freitag (öffentlich) fanden Vorstandssitzungen der LSJ statt, das Protokoll zu letzterer wird separat veröffentlicht. Zum Betreuerblitz am Donnerstag meldeten sich 7 Mannschaften, alter und neuer Sieger sind die schnellschachgestählten Betreuer. Zur Siegerehrung wurden zusätzlich Produkte vom Hühnerhof Steudten gesponsert, die sich allgemeinen Interesses auf dem Preistisch erfreuten.
Zum Abschluss wieder die obligatorische Statistik. Ins Auge fällt, dass sich der Erfolg auf immer mehr (Vereins-)Schultern verteilt. Die Ausbeute des Schachbezirks Dessau bei den Jungen würde ohne den 1.SC Anhalt (Engshuber, Wenger) traurig aussehen, während die Mädchen gewohnt stark abschnitten. Die so leidgeprüften Annaburger rangieren an 7. Stelle der Vereinswertung.

Detlef Friedrich

 

Statistik

 Erfolge der Bezirke

Schachbezirk

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Punkte

Halle

7

7

6

7

5

4

130

Dessau

2

4

4

2

1

6

62

Magdeburg

5

2

2

2

5

1

65

 Jungen

Schachbezirk

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Punkte

Halle

3

5

5

6

3

3

84

Dessau

1

1

0

0

0

3

14

Magdeburg

3

1

2

1

4

1

43

 Mädchen

Schachbezirk

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Punkte

Halle

4

2

1

1

2

1

46

Dessau

1

3

4

2

1

3

48

Magdeburg

2

1

0

1

1

0

22

 Vereine

Platz

Verein

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Punkte

1

Naumburger SV 1951

4

1

1

 

1

2

37

2

SV Sangerhausen

1

1

3

1

1

 

28

3

TSG Wittenberg

1

1

1

1

 

1

19

3

SV FS Halle

 

2

 

2

1

1

19

5

1.SC Anhalt

1

1

1

 

1

1

18

6

Aufbau Elbe Magdeburg

2

 

1

 

 

 

16

7

SSC Annaburg

 

1

2

 

 

2

15

8

USV Halle

1

 

1

1

 

1

14

8

SF Hettstedt

1

1

 

1

 

 

14

10

SV Merseburg

 

1

 

2

1

 

13

11

SG Bittkau

 

 

 

1

2

 

7

11

USC Magdeburg

 

1

 

 

1

 

7

13

TSG„Guts Muths“ Quedlinburg

1

 

 

 

 

 

6

13

TuS 1860 Magdeburg

1

 

 

 

 

 

6

13

SSV Bundschuh Elbingerode

1

 

 

 

 

 

6

16

TuS Wahrburg

 

 

1

 

 

1

5

16

SV Germania Schafstädt

 

1

 

 

 

 

5

16

SG 1871 Löberitz

 

1

 

 

 

 

5

16

VfL Köthen

 

 

 

1

 

2

5

16

SV Gardelegen

 

1

 

 

 

 

5

21

SV Eintracht Quenstedt

 

 

1

 

 

 

4

22

Lok Aschersleben

 

 

 

1

 

 

3

23

SV 1925 Helbra

 

 

 

 

1

 

2

23

SV Rochade Magdeburg 96

 

 

 

 

1

 

2

23

SV Kali Wolmirstedt

 

 

 

 

1

 

2