Landesjugendeinzelmeisterschaft 2005


Bericht des Turnierleiters

Nach einer langen Ära von Meisterschaften in Bad Schmiedeberg habe ich dem Beginn der LJEM in diesem Jahr mit einer gewissen Unruhe entgegen gesehen. Der Wechsel nach Güntersberge war zwar lange vorbereitet, der Erfolg der Maßnahme ist aber erst gegeben, wenn das Turnier dann auch reibungslos läuft. Ich denke, die kurzen Wege im Turniersaal und die dort vorhandene größere Ruhe sind auf jeden Fall ein Fortschritt, auch über Quartier und Preis haben mich keine Klagen erreicht. Sicher wird mancher die Bademöglichkeit vermisst haben, das sollte aber nicht das Hauptkriterium einer Meisterschaft sein. Mit 165 Personen hat auch die Zahl der Belegungswünsche einen neuen Rekord erreicht, der nicht mehr viele Objekte überhaupt als Austragungsort zulässt. Allerdings ist die Zahl der Spieler auf einen Minusrekord gefallen, denn weder das Sichtungsturnier war ausgelastet noch die u25-Regelung hat bisher Zuspruch gefunden. Leider konnten auch nicht alle weiblichen AK voll besetzt werden, was in der u10w und u12w für die Zukunft wirklich weh tut. Dafür waren die u18w und auch die u16w stark wie selten besetzt. Das trifft auch auf die Qualität in der u8 und u10m zu, was wieder die Frage der Belastung dieser Kinder aufwirft. Während ich die Turniereinteilung in der u10m als Vorbereitung für 8 schwere Tage DEM als gewollt und sinnvoll ansehe, stellt sich für die u8 die Frage nach neuen Konzepten. 11 Runden Schweizer System bei 14 Teilnehmern sind erkennbar auch nicht der Stein der Weisen, was aber sonst? Nachzudenken ist, ob die Zeit schon reif für ein Qualifikationssystem bei den BEMs ist, damit das Teilnehmerfeld zur LJEM auf 12 Spieler begrenzt wird?
Das Turnier selbst ging Dank der guten Arbeit der Schiedsrichter auch diesmal wieder ohne jeden Protestfall über die Bühne. Hier ist auch den Eltern zu danken, die, zahlreich anwesend und mitfiebernd, nie die Grenzen der Fairness überschritten haben. Kleinere organisatorische Probleme wie die Runden- und Frühstückszeiten unter einen Hut zu bekommen ließen sich während des Turniers abstellen.
Schachlich ergaben die Turniere wie immer eine Mischung aus Favoritensiegen und Überraschungen, am Ende hat sich aber eine recht schlagkräftige Truppe für die DEM qualifiziert.
Zum Schluss wieder etwas Statistik, die diesmal ziemlich alles Bisherige über den Haufen wirft. Nicht nur die Anzahl der beteiligen Vereine hat weiter zugenommen, auch die Erfolge verteilen sich immer stärker.  Sind die klassischen Nachwuchsleistungszentren am Aussterben? Dass Germania Schafstädt erfolgreichster Verein geworden ist, ist noch nicht so sehr verwunderlich, denn hier holten im wesentlichen dieselben Spieler die Erfolge, die zuletzt noch für Naumburg an die Bretter traten. Auch Aufbau Elbe Magdeburg konnte seine Spitzenstellung behaupten. Hettstedt und Sangerhausen konnten sich Dank der Erfolge in den höheren Altersklassen noch in der Spitzengruppe halten. Den Franckeschen Stiftungen Halle blieb zwar der große Einzelerfolg verwährt, aber sie sind mit einer jungen, entwicklungsfähigen Truppe angereist, die es nächstes Jahr sicher wieder wissen will.
Bei den Erfolgen der Schachbezirke gibt es keine grundsätzliche Trendwende. Hervorstechend ist, dass der Schachbezirk Magdeburg bei den Jungen einen riesen Sprung nach vorn gemacht hat. Fünf der sieben Titel wurden erobert!
Detlef Friedrich

Erfolge der Bezirke:

Schachbezirk

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Punkte

Halle

5

5

7

6

7

7

122

Magdeburg

5

6

3

3

2

2

87

Dessau

2

1

2

3

3

1

41

Mädchen:

Schachbezirk

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Punkte

Halle

4

3

2

1

3

2

58

Dessau

1

1

2

3

1

1

31

Magdeburg

0

1

1

1

1

0

14

Jungen:

Schachbezirk

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Punkte

Magdeburg

5

5

2

2

1

2

73

Halle

1

2

5

5

4

5

64

Dessau

1

0

0

0

2

0

10

Vereine:

Rg.

Verein

1.

2.

3.

4.

5.

6.

Punkte

1.

SV Germania Schafstädt

2

2

 

2

1

1

31

2.

Aufbau Elbe Magdeburg

2

1

2

1

 

 

28

3.

Schachfreunde Hettstedt

2

1

 

1

2

1

25

4.

Franckesche Stiftungen Halle

 

 

3

2

1

2

22

5.

SV Sangerhausen

1

 

3

 

 

1

19

6.

TSG Wittenberg

1

 

1

1

 

 

13

7.

Energie Stendal

1

1

 

 

 

 

11

8.

Aufbau Bernburg

1

 

 

1

 

 

9

8.

Lok Aschersleben

 

 

1

1

1

 

9

10.

SV 1925 Helbra

 

1

 

1

 

 

8

10.

Naumburger SV

 

1

 

 

1

1

8

10.

1.SC Anhalt

 

 

 

1

2

1

8

13.

Kali Wolmirstedt

1

 

 

 

 

1

7

14.

TuS Magdeburg

1

 

 

 

 

 

6

14.

SG 1871 Löberitz

 

 

1

 

1

 

6

16.

SSV Bundschuh Elbingerode

 

1

 

 

 

 

5

16.

VfL Köthen

 

1

 

 

 

 

5

16.

Rochade Magdeburg

 

1

 

 

 

 

5

16.

Stahl Blankenburg

 

1

 

 

 

 

5

16.

SG Bittkau

 

1

 

 

 

 

5

21.

Eintracht Quenstedt

 

 

1

 

 

 

4

21.

USV Halle

 

 

 

 

2

 

4

23.

SV Gardelegen

 

 

 

1

 

 

3

24.

SF Turm 2000 Wahrburg

 

 

 

 

1

 

2

25.

SV Merseburg

 

 

 

 

 

1

1

25.

„Guts Muths“ Quedlinburg

 

 

 

 

 

1

1

27.

USC Magdeburg

 

 

 

 

 

 

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