LJEM 2007 Güntersberge

U 12

1 Runde 
Im männlichen Bereich gab es gleich in der ersten Runde „die“ Überraschung. Der DWZ stärkste Spieler Samuel Gering (SV Merseburg) wurde von Nr. 7 der Startliste Jannick Knechtel (A/E Magdeburg) besiegt. 
Auch die Nr.2 Alexander Müller (SV Bernburg) konnte nur durch die fehlerhafte Endspieltechnik seines Gegners Joseph Göttl (1.SC Anhalt) gewinnen. Ungewöhnlich schnell, bereits nach 30 Min., besiegte Johannes Riebold (SG Bittkau) seinen Gegner Kevin Fritsch (SV 1925 Helbra). 
Auch bei den Mädchen gab es kleine Überraschungen. So besiegte die DWZ schwächere Julia Schramm ihre Vereinskameradin Jasmin Mölbitz (beide SSC Annaburg). 
Die Setzlisten Erste Alexandra Müller (SV Bernburg) konnte auch ihre Gegnerin Theresa Kalliwoda (SV 1925 Helbra) nicht besiegen. 
Beide trennten sich nach 3 Std. Spieldauer im Remis.

2/3 Runde
Es war für die meisten ein anstrengender Wettkampftag mit schweren Spielen. Dabei musste man feststellen, dass die Mädchen ihre Bedenkzeit wesendlich besser nutzten als die Jungen.
Bestes Beispiel war Joseph Göttl gegen Maximilian Neundorf, welche ihre Partie bereits nach einer halben knappen halben Stunde beendet hatten. Dass beim schnellen Spielen sich Fehler einschleichen, bekam Maximilian sehr zu spüren.
In der Partie Alexander Müller – Samuel Gering musste Samuel unbedingt siegen, wenn er noch Hoffnung auf den Titel hegte. Gegensätzliche Rochaden versprachen einen harten Kampf, den dann Samuel Dank einer schönen Opfervariante mit einer anschließenden Springergabel gewann. Trotz Leichtfigur-Nachteil wehrte sich Alexander noch heftig und musste nach 3 Std.  doch seinem Gegner die Hand zur Gratulation reichen.
Zwar ist für die beiden noch alles drin, doch schob sich nun der Sangerhäuser Martin Sieber mit 3 aus 3 nach vorn.
Bei den Mädchen war es nicht so spannend, denn die Spiele wurden zu zaghaft geführt und ein harter Kampf blieb meistens aus. Vielleicht ist es diesem Umstand zu verdanken, dass sich nach diesem Wettkampftag gleich 3 Spielerinnen auf dem 1. Platz „tummeln“: Patricia Lehmann, Alexandra Müller und Theresia Kalliwoda.
Bringt nun die 4. Runde Klarheit b.z.w. eine Vorentscheidung?

4.Runde
An diesen Tag wird nur eine Runde gespielt, denn der freie Nachmittag steht an, für Spieler wie auch für die Trainer.
Bei den Mädchen ging es weiter, wie die dritte Runde endete. Jeder kann jeden besiegen! So freute sich Nadine Schwanke, als sie ihren ersten Punkt und dies ausgerechnet gegen eine der erstplatzierten (Julia Schramm) holte.
Patricia Lehmann dagegen erkämpfte gegen Alexandra Müller (durch eine Fesselung) einen wichtigen Punkt und konnte damit ihre Verfolgerrinnen hinter sich lassen. Die morgige Runde verspricht spannend zu werden, behält Patricia die Krone? Ein Remis reicht, denn dann würde Platz 2 heiß umkämpft werden. Oder erreichen 3 Spielerinnen das oberste Ziel und die Wertung muss entscheiden? Vielleicht schafft es Jasmin, auch noch einen Ehrenpunkt mit nach Hause zu nehmen?
Bei den Knaben konnte Martin Sieber seinen Vorsprung von einem Punkt (aus 4) halten. Aber seine Konkurrenten gewannen auch und sind ihn damit dicht auf den Fersen. Spannend wird es insofern, dass er gegen beide Verfolger (Samuel Gering und Alexander Müller)  noch nicht gespielt hat.
Wäre abzuwarten, ob der freie Nachmittag auch zur Vorbereitung auf die Gegner genutzt wird?

5/6. Runde
Für die weibl. Teilnehmer ist dies die letzte Runde. Für Patricia Lehmann war die Zeit vor dieser Runde sicher sehr aufregend. Doch schnell kam sie gegen Theresa Kalliwoda in Figurenvorteil, der Rest war dann nur noch Routine. Ungeschlagen mit 4,5 aus 5 Punkten ist sie neue Landesmeisterin.
Platz 2 erkämpfte sich Alexandra Müller. Obwohl Julia Schramm schnell ins Endspiel überleitete, war sie ihrer Gegnerin nicht gewachsen. Doch immerhin reichten Julia die 2,5 Punkte, für den Bronzerang.
Knapp mit Punktgleichheit, aber doch mit der schlechteren Wertung landete Theresa Kalliwoda auf Platz 4. Mit etwas mehr Intensität wäre für Theresa auch ein Medaillenplatz drin gewesen 
Platz 5 und 6 blieben letztlich für Nadine Schwanke und Jasmin Mölbitz. Sicher hätten auch sie so manche Partie gewinnen können, wenn nicht die keinen und großen Übersichtsfehler wären. Abschließend sei noch erwähnt, in dieser Meisterschaft der Mädchen sah man wenig Angriffskombinationen.
Bei den Jungen war der „große Held“ der 5. Runde Joseph Göttl, jedenfalls für Samuel Gering und Alexander Müller. Sein Sieg über Martin Sieber stieß diesen vom 1.Platz und für alle drei Samuel, Alex und Martin, ist nun wieder alles offen. Dabei hat Martin das schwerere Los, denn er muss noch gegen beide spielen.

6. Runde 
Für Martin Sieber lief heut gar nichts, er reichte nach 34 Zügen Samuel Gering die Hand zur Gratulation. Nun ringen um den Meistertitel nur noch Samuel und Alex Müller. Das Spitzenfeld steht fest, aber die Plätze noch nicht. Also wird die Endrunde sehr spannend. Für Kevin Fritsch zeigte es sich, dass man gewinnen kann, wenn man sich mehr Zeit zum Überlegen nimmt. 

7. Runde
Wie erwartet gestaltete sich die Endrunde brisant. Zwar wurden die Spiele der unteren Tabellenplätze innerhalb einer Stunde abgewickelt. Aber beim Kampf um das Siegertreppchen schenkte man sich wirklich nichts. Im Spitzenkampf hatte Samuel Gering den Landesmeistertitel auch in Falle einer Niederlage gegen Joseph Göttl in der Tasche. Vom Kampffieber gepackt, lieferten sich beide ein hartes Gefecht, welches im 27. Zug auf Grund eines Doppelangriff für Joseph verloren ging. Eine eben so heiße Schlacht lieferten sich Martin Sieber und Alexander Müller.
Silber gab es für den Gewinner, der aber erst nach 3,5 Std. feststand. Sieg für Alex, der die Endspieltechnik besser beherrschte. Die gute Leistung und der Kampfgeist von Martin wurde mit Platz 3 belohnt. Allen Medaillengewinnern meinen herzlichen Glückwunsch. 
In dieser Meisterschaft konnte man erkennen, dass die „Kleinen“ schon teilweise gute Kombinationen und taktische Manöver entwickelten. Doch müssen einige noch lernen, dass der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle in der Spielausführung ist. Aber in dieser AK sollte eine Weiterentwicklung gut möglich sein.

Achim Trost