Turnierordnung der Landeseinzelmeisterschaften (TO LJEM) der
Landesschachjugend Sachsen-Anhalt

In der Fassung vom 30.10.2009

Inhaltsverzeichnis

1.Geltungsbereich
2.Zuständigkeit
3.Spiel- und Startberechtigung
4.Altersklassen
5.Meisterschaften
6.Spielregeln,  Auslosung
7.Schiedsrichter
8.Ordnungsmaßnahmen, Streitfälle
9. Platzvergabe
10.Qualifikation
11.Turnierspezifische Festlegungen
12.Wertung

13. Preise

14.Kosten und Unterkunft
15.Gesonderte Festlegungen für den Supercup

1.      Geltungsbereich

Diese Turnierordnung gilt für alle von der Landesschachjugend Sachsen-Anhalt (LSJ S-A) durchgeführten Einzelturniere sowie für die daran direkt oder indirekt Beteiligten

(Spieler, Turnierleitung, Betreuer und Zuschauer).  Ist ein Sachverhalt in dieser TO nicht geregelt, so gilt 1. die Regelung der TO der DSJ und 2. die TO des DSB.

2.       Zuständigkeit

Für die Organisation und Leitung der Turniere ist der LSJ-Einzelspielleiter zuständig.  Für die Betreuung der Jugendlichen sind die Vereinsbetreuer oder mitgereisten Eltern zuständig. Auf Antrag übernimmt der Landesbetreuer in Einzelfällen diese Aufgabe.

3.       Spiel- und Startberechtigung

Alle Teilnehmer an Turnieren müssen beim Landesschachverband Sachsen-Anhalt angemeldet und bei der DSJ für Sachsen- Anhalt spielberechtigt sein. Der zuständige Passstellenverantwortlichekann eine vorläufige Spielberechtigung ausstellen, sofern noch keine Eintragung besteht. Dies muss bis zum vom LSJ-Einzelspielleiter festgelegten Meldetermin der Bezirke geschehen sein. Startberechtigt sind nur Spieler, die zum vom Einzelspielleiter festgelegten Termin von den Bezirken mit Name, Vorname Geburtsdatum und Anschrift gemeldet wurden (auch die Vorberechtigten sind zu melden). Danach durch Absagen frei werdende Plätze werden nach der Nachrückerreihenfolge besetzt.
Ein Spieler ist nur startberechtigt, wenn er sich durch Überweisung des Teilnehmerbetrages angemeldet hat. Für verspätete Überweisungen wird eine Strafgebühr von 10 Euro fällig. Nach überschreiten des Termins zur Einladung der Nachrücker erlischt das Teilnahmerecht bei nicht erfolgter Überweisung.

4.       Altersklassen

Für Turniere in der Altersklasse Junioren U25 sind nur Spieler spielberechtigt, die im laufenden Kalenderjahr das 26. Lebensjahr nicht vollenden, also höchstens

25 Jahre alt werden. Sinngemäß gilt für die U20 höchstens 20 Jahre alt, für die U18 höchstens 18 Jahre alt, für die U16 höchstens 16 Jahre alt, für die U14 höchstens 14 Jahre alt, für die

U12 höchstens 12 Jahre alt und für die U10 höchstens 10 Jahre alt, die U8 höchstens 8 Jahre alt.

5.       Meisterschaften

 Die LSJ veranstaltet – sofern im Haushalt die dafür erforderlichen Mittel

bereitgestellt sind – alljährlich folgende Turniere:
Landeseinzelmeisterschaften für Junioren unter 25 Jahren (LEM U25)
Landeseinzelmeisterschaften für Juniorinnen unter 25 Jahren (LEM U25w)
Landeseinzelmeisterschaften für Jugendliche unter 20 Jahren (LJEM U20),
Landeseinzelmeisterschaften für weibliche Jugendliche unter 20 Jahren (LEM U20w),
Landeseinzelmeisterschaften für Jugendliche unter 18 Jahren (LJEM U18),
Landeseinzelmeisterschaften für weibliche Jugendliche unter 18 Jahren (LJEM U18),
Landeseinzelmeisterschaften für Jugendliche unter 16 Jahren (LJEM U16),
Landeseinzelmeisterschaften für weibliche Jugendliche unter 16 Jahren (LJEM U16w),
Landeseinzelmeisterschaften für Jugendliche unter 14 Jahren (LJEM U14),
Landeseinzelmeisterschaften für weibliche Jugendliche unter 14 Jahren (LJEM U14w),
Landeseinzelmeisterschaften für Jugendliche unter 12 Jahren (LJEM U12),
Landeseinzelmeisterschaften für weibliche Jugendliche unter 12 Jahren (LJEM U12w),
Landeseinzelmeisterschaften für Jugendliche unter 10 Jahren (LJEM U10),
Landeseinzelmeisterschaften für weibliche Jugendliche unter 10 Jahren (LJEM U10w),
Landeseinzelmeisterschaften für Jugendliche unter 8 Jahren (LJEM U8),
Landeseinzelmeisterschaften für weibliche Jugendliche unter 8 Jahren (LJEM U8w),
Landessichtungsturnier für Jugendliche unter 16 Jahren (LST U16),
Landesschnellschachmeisterschaft (Supercup) für Jugendliche unter 15 Jahren (LJSEM u15)
Landesschnellschachmeisterschaft (Supercup) für Jugendliche unter 13 Jahren (LJSEM u13)
Landesschnellschachmeisterschaft (Supercup) für Jugendliche unter 11 Jahren (LJSEM u11)
Landesschnellschachmeisterschaft (Supercup) für Jugendliche unter 9 Jahren (LJSEM u9)

6.        Spielregeln, Auslosung

Gespielt wird nach den FIDE-Regeln. Die Auslosung bei Turnieren nach Schweizer System wird nach den Bedingungen der FIDE durchgeführt. Die Startrangliste wird nach NWZ erstellt. Im Rundenturnier erfolgt die Auslosung durch Losverfahren vor Ort. Dabei werden Vereinspaarungen in der 1. Runde gegeneinander gelost.

Abweichend von den FIDE-Regeln werden die Spieler vor Rundenbeginn vom SR auf das Handyverbot hingewiesen und beim ersten unbeabsichtigten Verstoß nur ermahnt. Ein Spieler hat die Partie verloren, wenn er erst mehr als eine Stunde nach Rundenbeginn am Brett erscheint.

Spieler der u8, die noch in der 1. Klasse oder jünger sind, unterliegen nicht der Schreibpflicht.

7.       Schiedsrichter

Der TL setzt für ein- oder mehrere Turniere Schiedsrichter ein, die auch für die Materialgestellung verantwortlich sind. Die Schiedsrichter sind bei Jugendturnieren in besonderer Weise zur Durchsetzung von Turnierruhe  und  Fairplay verpflichtet. Alle Beteiligten haben sich so

zu verhalten, dass eine Störung des Turnierablaufs ausgeschlossen ist. Insbesondere kann der Schiedsrichter zur Durchsetzung dieses Ziels  Zuschauer oder Spieler, die ihre Partie beendet haben, aus dem Turniersaal verweisen.  Es besteht für die Teilnehmer u18 Rauch- und Alkoholverbot.
Die Schiedsrichter erfassen mit Ausnahme der u8 die Partien.

8.       Streitfälle

Vor Beginn des Turniers wird ein 3-köpfiges Schiedsgericht gewählt. Der TL nimmt informell an dessen Sitzung teil, sofern er nicht Beteiligter des Streitfalls ist.

9.       Platzvergabe

Die LJEM u8 findet als Open statt. Der Turnierleiter kann eine Teilnehmergrenze festlegen.
Die LEM u25 findet als Open statt. Der Turnierleiter kann eine Teilnehmergrenze festlegen.
Das Landessichtungsturnier findet für beantragte Talente u16 statt. Der Turnierleiter kann eine Teilnehmergrenze festlegen. Für die LJEM u18, u18w, u16, u16w, u14, u14w, u12, u12w, u10, u10w gilt:

A)     DSJ-Kader erhalten einen Freiplatz, Spieler, die zur DEM vorberechtigt sind, starten in einer höheren AK (genaue Festlegung durch Leistungssportkommission).

B)      Landesmeister sind vorberechtigt, auch die Landesmeister der u8/u8w in der u10/u10w

C)     Freiplätze werden bei besonderen Leistungen durch Beschluss des  Vorstands der Landesschachjugend vergeben. Voraussetzung ist, dass sie die Spieler in der zugrunde liegenden DWZ- Liste eine höhere Zahl als der Durchschnitt der Besten 8 (w: der Besten 6) aufweisen.

D)     Die verbleibenden Plätze werden anhand der DWZ-Liste auf die Bezirke verteilt. Grundlage ist die Bezirkszugehörigkeit der ersten 15 der DWZ-Liste.  (Platz 1- 15 Punkte, Platz 15-1 Punkt). Vorberechtigte werden gestrichen. Es wird die Punktzahl des Schachbezirks durch die Anzahl der für einen Qualifikationsplatz benötigten Punkte geteilt. Ergibt sich kein klares Ergebnis für die Zuordnung des letzen Platzes, entscheidet der  Vorstand der Landesschachjugend durch Abstimmung. Jeder Schachbezirk muss mindestens einen Platz erhalten.

E)      4 Nachrückerplätze werden nach den bei diesem Verfahren verbliebenen Restpunkten vergeben.  Ist keine klare Zuordnung möglich, entscheidet der Vorstand der Landesschachjugend durch Abstimmung.

F)      Die Nachrücker u16, u16w, u14, u14w, u12, u12w, u10, u10w erhalten einen Startplatz im Landessichtungsturnier. Die Landesmeister u18 und u18w werden zur LEM u25 eingeladen. Fällt ein Spieler erst kurzfristig vor Ort aus, rückt abweichend von der Nachrückerrangfolge der nächste für diese Turniere gemeldete und anwesende Spieler nach.

10.  Qualifikation

Die Landesmeister u18, u18w, u16, u16w, u14, u14w, u12, u12w, u10, u10w erhalten einen Platz für die DEM durch die DSJ. Weitere Plätze können von der DSJ vergeben werden. Der Vorstand der Landesschachjugend beschließt über die Beantragung von Nachrückerplätzen.
Die Landesmeister u8 werden bei der Teilnahme an der Offenen u8 Meisterschaft in Sebnitz unterstützt. Der Landesmeister u25 erhält einen Platz bei der LEM der Männer.

11.   Turnierspezifische Festlegungen

Rundenzahl:
in der u10 werden 11 Runden gespielt.
in der u8 und u8w werden 9 Runden gespielt.
in der u25,u25w,u20,u20w,u18,u16,u14,u12 und dem Landessichtungsturnier werden 7 Runden gespielt.
in der u18w, u16w, u14w, u12w und u10w werden 5 Runden gespielt.

Turniermodus:
Die LJEM u25, u25w, u20 und u20w wird in einem gemeinsamen CH-System TurnierTurnier ausgetragen.
Die LJEM u8 und u8w wird in einem gemeinsamen CH-System Turnier ausgetragen.

              Das Landessichtungsturnier wird als CH-System Turnier ausgetragen.
              Die LJEM u10 findet als Rundenturnier mit 12 Teilnehmern statt.
              Die LJEM u18, u16, u14 und u12 findet als Rundenturnier mit 8 Teilnehmern statt.
             Die LJEM u18w, u16w, u14w, u12w und u10w findet als Rundenturnier mit 
             6 Teilnehmern  statt.

              Bedenkzeiten:

            u8,u8w:                                         1h bis Blättchenfall
            u10,u10w:                                     1h für 40 Züge, +30 Minuten bis Blättchenfall,
                                                                  bei einem Zuschlag von 30 Sekunden pro Zug ab Partiebeginn.
            u12,u12w:                                     1h 15 min für 40 Züge, +15 Minuten bis Blättchenfall,
                                                                 bei einem Zuschlag von 30 Sekunden pro Zug ab Partiebeginn. 
            
u18,u18w,u16,u16w,u14,u14w:    1h 30 min für 40 Züge, +30 Minuten bis Blättchenfall,
                                                                 bei  
einem Zuschlag von 30 Sekunden pro Zug ab Partiebeginn.                 
            
u25,u25w,u20,u20w:                     2h für 40 Züge, +30 min bis Blättchenfall
            Landessichtungsturnier:                  1,5h für 36 Züge, +30 min bis Blättchenfall

12.    Wertung bei Punktgleichheit:

Rundenturnier: 1. Sonneborn–Berger |   CH-Systemturnier: 1.a) Buchholz, b) Feinwertung
                                              2. Anzahl Siegpartien
                                              3. Spiel gegeneinander
                                              4. 2 Blitzpartien (nur um Platz 1 bis 3)
                                              5. Blitz bis zur Entscheidung

13.   Preise

Die Landesmeister  u25, u25w, u20, u20w, u18, u18w, u16, u16w, u14, u14w, u12, u12w und des Sichtungsturniers erhalten Pokale.  Die 3 Erstplatzierten der  u10, u10w, u8, u8w erhalten Medaillen.  Alle Teilnehmer erhalten einen Preis. Die 3 Erstplatzierten der u25, u25w, u20, u20w, u18, u18w, u16, u16w, u14, u14w und des Landessichtungsturniers erhalten Geldpreise.

14.  Kosten und Unterkunft

Für die Organisation der Unterbringung und Zimmerzuordnung ist der LSJ-Einzelspielleiter verantwortlich. Bei Privatquartieren wird eine Organisationsgebühr erhoben. Alle Spieler zahlen neben den von der LSJ festgelegten Unterkunftskosten ein Startgeld.

15.   Gesonderte Festlegungen für den Supercup

Die Landesschnellschachmeisterschaft wird in 5 Runden mit einer Bedenkzeit von 30 min in den Altersklassen u9, u11, u13 und u15 ausgetragen.

Für den Supercup qualifizieren sich 6 Spieler, je die zwei Erstplatzierten des Anhalt-, Südharz- und Bördecups. Die Veranstalter organisieren diese Turnierserien eigenständig und melden rechtzeitig vor dem Supercuptermin ihre Gesamtwertungen an den Landeseinzelspielleiter.
Die Nachrückerrangfolge wird im Vergleich der Serien nach folgenden Punkten festgelegt:
1.Erreichte Gesamtpunkte
2.erreichte Siege
3.Platzziffer
Daher müssen die Turnierserien einheitlich mit 3 gewerteten Turnieren und 7 Runden in der u9 sowie 5 Runden in der u11, u13 und u15 ausgetragen werden oder auf die Nachrückerplätze wird verzichtet.
Es gilt folgende Wertung: 1.Sonneborn–Berger, 2.Anzahl Siegpartien, 3.Spiel gegeneinander, 4. Zwei Blitzpartien (nur um Platz 1), 5. Blitz bis zur Entscheidung.

Die Landesmeister erhalten einen Pokal. Es wird kein Startgeld erhoben.