Schulschachmeisterschaft - Ein Festival der hellen Köpfe

Wie vital das uralte Schachspiel auch heute noch sein kann, und wie gewaltig der Zuspruch, konnte man sehr augenscheinlich bei den Schulschach-Landes-Meisterschaften in Weißenfels erleben. Ein riesiges buntes Gewimmel aus schachbegeisterten Kindern und Jugendlichen, samt Trainern, Lehrern, Betreuern, Eltern und Großeltern belagerten die Räume und Flure der modernen "Berufsbildenen Schulen des Burgenlandkreises" - einem Austragungsort von palastähnlichen Dimensionen. Das anfängliche herzerfrischende Chaos der jungen Denksportler pulsierte dann aber recht schnell im vertrauten Rhythmus eines Schachturniers und jedes Kind fand seinen Turnierraum, seine Mannschaft, seinen Gegner, sein Brett. Ganz so still, wie bei einem Meisterturnier wurde es freilich nur selten, aber dies war hier kein Makel, sondern Grundierung. 
Nach einigen organisatorischen Verwirrungen in der Planung gab es im Vorfeld der Schulschachmeisterschaften eine gewisse Skepsis ob des reibungslosen Ablaufs. Doch Schulschach-Referent Frank Kister lieferte mit der erstmaligen Austragung des Schulschachfinales in seiner Heimatstadt sein Meisterstück, unterstützt durch ein ausgezeichnetes Team. Vorbildlich auch der Ansatz der Essensversorgung mit zwei Wahlessen und weiteren Angeboten. Nur hatte das Catering den gewaltigen Umfang der Aufgabe ein wenig unterschätzt und musste frühzeitig Schließen, weil  alles restlos aufgefuttert war. Schachspielen macht hungrig, Kinder betreuen ebenso. 
Die Schulschachmeisterschaft in Weißenfels wird den Hettstedter Kindern aber auch wegen ihrer eigenen - überraschend guten - Ergebnisse in angenehmer Erinnerung bleiben. Die Adam-Olearius-Schule Aschersleben wurde Schulschach-Landesmeister in der Wettkampfgruppe der Sekundarschulen. Raphael Voigt, Alexander Graw, Tom Schöbel und Peter Fischer sind allesamt Mitglieder im Hettstedter Schachverein, besuchen aber die Schule im Nachbarkreis.
Nicht zu rechnen war auch mit dem 3. Platz für das Humboldt-Gymnasium Hettstedt in der Wettkampfgruppe IV (5./ 6. Klassen). Hier spielten Hieu Tran Minh, Jason Reitmann, Erik Seidemann und Luca Buchmann. Hieu war in Top-Form an diesem Tag und gewann am Spitzenbrett alle seine Partien gegen prominente Gegnerschaft.
Ein ausgezeichnetes Ergebnis erzielte auch das jüngste Team aus Hettstedt - und vielleicht sogar das jüngste der gesamten Meisterschaften. Die Evangelische Grundschule Hettstedt erkämpfte den 8.Platz in der Gruppe der Grundschulen. Paul Kühne, Felix Schneider und Erik Ecke besuchen die zweite Klasse, Max Wagenhaus die erste. Beachtlicher Weise blieb das Team in den fünf Runden unbesiegt. Vier Mal endete der Kampf 2 : 2 Unentschieden, einmal gelang ein Sieg von 3 : 1.
Im Gesamtblick auf diese ausgezeichnete Veranstaltung, könnte man vielleicht bedauern, dass in den höheren Altersklassen die Breite fehlt und fast nur noch jene Schulteams teilnehmen, die mit starken Spielern aus den Vereinen bestückt sind. Doch der große Ansturm im Grundschulbereich lässt hoffen, dass dies sich zukünftig wieder ändern könnte. 
Tabellen irgendwann hier irgendwo: https://lsj.schach-sachsen-anhalt.de/

Die Saison unseres Missvergnügens

In der aktuellen Punktspielserie sind die Aufstellungen der Schachfreunde Hettstedt permanent mit schicksalhaften oder selbsterzeugten Problemen belastet, oft schon lange bevor auf dem Brett die erste Figur gezogen ist. Auch diesmal fehlten in den Wettkämpfen wieder Spieler. Zwar gibt es im Verein eigentlich genug Spieler, doch während die aktuelle Turnierordnung diverse Tricks und Manipulationen möglich macht, verhindert sie das nachträgliche Eingliedern junger Talente, um z.B. wegziehende Jugendspieler oder erkrankte Senioren zu ersetzen.
So war in der LANDESLIGA das Hettstedter "Freilassen" des Spitzenbrettes mit Kalkül geschehen, um das beste aus der Lage zu machen. Denn der starke Topspieler von Gastgeber Granschütz, Alexander Kitze, hätte auch im Simultan eine realistische Chance gegen die bisher arg gebeutelten Schachfreunde gehabt - und konnte nun immerhin noch rechtzeitig für sein Fußballteam antreten. Mit nur sieben Hettstedtern gegen acht Granschützer ergab sich ein Minoritätsangriff im "Real-Life". Hettstedt hatte sogar noch das Glück des Tüchtigen und siegte 5 : 3. Die Glanzpartie des Tages gelang Kai Friedrich, der mit einem sehenswerten Opferreigen des Gegners König zur Strecke brachte. Es gewannen weiterhin Alexander Schmidt, Reinhold Steudner und Dirk Michael. Hartmut Freier und Falk Matiebe spielten remis. Trotz des schönen Sieges ist das Abstiegsgespenst noch nicht verscheucht.

In der BEZIRKSOBERLIGA  unterlag Hettstedts Zweite beim Klostermansfelder SC mit 3 : 5. Frank Kuberkiewicz und Oliver Krüger gewannen, Jens Reckner und Detlef Fredrich erreichten Remis. Das Team bleibt Letzter und hat diese Position sogar ein wenig ausgebaut. 

Ein sehr spannendes Duell entwickelte sich in der BEZIRKSLIGA gegen den VfB Lettin. Knapp und tapfer verlor Hettstedt 3 : 5. Den einzigen Partiegewinn markierte der zehnjährige Hieu Tran Minh. Remis gab es für Gunnar Dockhorn, Niklas Wernicke, Henning Gröbel und Werner Schubert. Die letzte Runde wird nun über den Klassenerhalt entscheiden.

Die vierte Mannschaft der Schachfreunde eroberte in der BEZIRSKLASSE den ersten Mannschaftspunkt im neuen Jahr durch ein 3 : 3 gegen Naumburg. Kerstin Witthuhn obsiegte, Paul Kullmann und Rüdiger Becherer spielten remis, und hinzu kam ein kampfloser Punkt durch Taylor Lehmann. Das Team bleibt am Tabellenende.
Die Fünfte in der gleichen Liga musste wegen Spielermangel ihr Spiel absagen, hat aber den Klassenerhalt bereits geschafft.

 

 

LMM U14 - Schachmeisterschaft im Wasserschloß

Im romantischen Wasserschloß Heldrungen waren zur Landes-Mannschaftsmeisterschaft U14 alle Betten vergeben und auch der moderne Spielsaal im historischen Gemäuer war komplett gefüllt. Die 22 Vierer-Mannschaften bildeten die Nachwuchsschach-Strukturen in Sachsen-Anhalt ziemlich genau ab - sowohl in der Fläche, als auch in Spielstärke und Mitgliederstärke.
Vereine mit großer Kinder-Stärke hatten gleich mehrere Teams am Start. Die diesbezüglich "riesigen" Schachzwerge Magdeburg entsandten mit 5 Teams nicht nur die größte Delegation, sondern stellten auch die dominierende Mannschaft des Turniers. Till Stockmann, Ole Zeuner, Til Joppich, Tobias Morgenstern und Elina Heutling gaben in den 5 Runden nur 1,5 Brettpunkte ab ! Dieser souveräne Landesmannschaftsmeister U14 wird Sachsen-Anhalt nun sicher auch bei den überregionalen Meisterschaften hervorragend vertreten. Die Ausnahme-Mannschaft wächst zum Saisonende komplett aus der Altersklasse U14 heraus - und obwohl der Talenteborn im Vorzeige-Projekt "Schachzwerge Magdeburg" sehr groß ist, wird selbst dort ein vergleichbares Team nicht so schnell wieder zu formieren sein.
Eventuell wird im nächsten Jahr der USV Halle den Staffelstab aufnehmen, der diesmal noch Vizemeister wurde - mit Spielern des jüngeren Jahrgangs U14. Ihm folgen in der Tabelle drei punktgleiche Teams in der Wertungsreihenfolge 1. SC Anhalt, USC Magdeburg, Roter Turm Halle. Auf dem 6. Platz kam bereits die zweite Mannschaft der Schachzwerge Magdeburg. In die übliche Hegemonie der beiden Uni-Städte an der Tabellenspitze konnten diesmal lediglich die Dessauer vom 1. SC Anhalt einbrechen.
Die Schachfreunde Hettstedt waren mit zwei Teams vertreten. Die erste Mannschaft mit Hieu Tran Minh, Duc Tran Minh, Elias Rühmer und Alexander Graw erreichte nach holprigem Start noch einen ausgezeichneten 8.Platz. In der Auftaktrunde gab es gegen den späteren Landesmeister eine klaglose Niederlage. Trainerkritik gab es aber nach einer erneuten Niederlage in Runde 2 - diesmal arg peinlich gegen die Reserve des USV. Danach wurden drei Siege in Folge erzielt und das Endergebnis stimmte dann wieder.
Wertvolle Erfahrungen sammelte die junge zweite Hettstedter Vertretung mit Erik Seidemann, Luca Buchmann, Constantin Born, Lennart-Engel-Witte und Felix Schneider an den Brettern. Wurde das Team in der ersten Runde noch glatt überfahren, so sahen die Partien danach zunehmend besser aus und im hinteren Drittel des Feldes konnte man am Ende schon recht ordentlich mithalten. Platz 22 hat den Charme des größten Steigerungspotentials.

Das Schiedsrichterteam mit Martin Wechselberger (TL), Uwe Kurth und Aaron Gröbel sorgte für flüssigen Ablauf und hatte in der allumfassend fairen Atmosphäre des Turniers wenig zu schlichten. Organisationsleiter Dirk Michael konnte dem Team des Schlosses viel Lob der Teilnehmer weitergeben.
Tabelle: https://lsj.schach-sachsen-anhalt.de/nachwuchsligen?view=rangliste&saison=16&liga=184&typeid=21

Ein epochales Duell . . . und betrübliche Ergebnisse

"Ein Tag, der morgens beginnt, kann nicht mehr gut werden." Ernest Hemingway

Rundweg alle Hettstedter Mannschaften haben an diesem Punktspiel-Sonntag verloren. Der Reigen begann mit der Vierten Mannschaft (Bezirksklasse), die schon Tage vorher ihr Punktspiel absagen musste und kampflos verlor. Die chronischen Besetzungsprobleme überlagerten sich mit Krankheitsfällen und so würde auf Hettstedter Seite eine wichtige Zutat für einen richtig guten Schach-Wettkampf fehlen - nämlich die Spieler. 

Im Heimspiel der ersten Mannschaft (Landesliga) fehlten dann zu Beginn sowohl zwei Hettstedter Spieler wegen Zugausfall, als auch alle Hettstedter Elektronik-Uhren (wegen "Munchkin"). Die Gäste vom SK Dessau hätten sich durchaus beschweren können, doch erduldeten sie das anfängliche Chaos mit freundlicher Gelassenheit und Verständnis. Und gewannen anschließend das Spiel mit leichter Hand (5 : 3). Partiegewinne für Hettstedt gelangen Reinhold Steudner und Falk Matiebe, Remis erreichten Kai Friedrich und Alexander Ziervogel. Das Team ist jetzt Achter von Zehn. Der Abgrund rückt näher . . .  

Der Zweiten der Schachfreunde Hettstedt (Bezirks-Oberliga) will in dieser Saison einfach nichts gelingen. Zu Gast in der Walbecker Klosterschänke war diesmal WSG Halle-Neustadt, die sich in einem weitgehend ausgeglichenen Duell mit 5 : 3 durchsetzen konnten. Frank Kuberkiewicz und Detlef Friedrich punkteten für Hettstedt. Remis erreichten Jens Reckner und Jürgen Kaschuba. Die Schachfreunde bleiben bleischwer versunken auf dem letzten Platz. Der obligatorische Blick zum geografischen Nachbarn Eintracht Quenstedt (zugleich einziger Tabellen-Nachbar) zeigt, dass dort zwar ebenfalls verloren wurde - aber mit nur sechs Spielern an den Brettern immerhin mehr Punkte gesammelt wurden (und zwar 3,5), als in Hettstedt mit deren acht. Auf dem Spielplan der Zweiten stehen jetzt nur noch die beiden stärksten Mannschaften der Liga.
Oh Schachgöttin Caissa, wir haben es ausdauernd mit Intelligenz und Schönheit versucht, aber nun brauchen wir dich !

Die Niederlage der Dritten Mannschaft (Bezirksliga) könnte man nun durchaus als den herausragenden Erfolg dieses Hettstedter Spieltages preisen. Beim starken Tabellenführer RT Halle unterlagen unsere jugendlichen Hoffnungsträger denkbar knapp und ehrenvoll mit 3,5 : 4,5. Eric Heber, Werner Schubert und Volker Reger gewannen, Niklas Wernicke spielte Remis. Hier keimt noch hellgrün die Hoffnung auf den Klassenerhalt, denn aktuell teilt man sich den letzten Platz mit nicht weniger als vier weiteren punktgleichen Teams.

Das Duell des Tages gab es aber in der Bezirksklasse, wo Hettstedts jüngste Mannschaft auf Sangerhausens Dritte traf. Dort saßen sich zwei Spieler mit beinah 80 Jahren Altersunterschied gegenüber: Die schwarzen Steine führte Werner Schauberg, der unverwüstliche Nestor des Sangerhäuser Schach-Vereins. Ihm gegenüber saß Ben Zander, 7 Jahre alt und seit einer Woche Landesmeister der Altersklasse U8 und erstmals im Männnerteam eingesetzt. Diese wahrlich epochale Begegnung endete Unentschieden. Den Wettkampf verloren die Hettstedter allerdings mit 2 : 4. Weitere Unentschieden erreichten Bens großer Bruder Luca Zander, sowie Raphael Voigt und Duc Tran Minh.  

Vorsicht Hütchenspieler ! - Köthen narrt Hettstedt

Der 3. Februar war ein paradoxer Spieltag.
Zum Landesligaduell mussten die Hettstedter beim Cöthener FC Germania 03 antreten. In der Karnevalshochburg Köthen wurden die arglosen Hettstedter zu unfreiwilligen Mitwirkenden in einem schmierigen Schelmenstück gemacht. Helau und Alaaf !
Da hatten doch die Köthener Schachfreunde gegen Hettstedt plötzlich ihre halbe Verbandsliga-Mannschaft - nun in der Landesliga - am Brett sitzen. Der Preis dafür waren, wie sich später zeigte, u.a. zwei frei gelassene Köthener Bretter in der Verbandsliga. Aber die findigen Köthener hatten ja in der höchsten Liga des Landes vorsorglich 4 Kinder mit Mini-DWZ der Meldung der Stammmannschaft als Strohpüppchen hinzugefügt. Und so konnte man die Hütchen fröhlich Durchwechseln, Rangieren, Freilassen etc.. Und an diesem Tag hatte man sich entschlossen, im Aufstiegskampf der Verbandsliga ein Spiel wegzuschenken und dafür gegen Hettstedt in der Landesliga mit einer unverhältnismässig starken Truppe aufzutrumpfen. Helau und Alaaf !
Gleiches gab es wiederholt schon in der Vorsaison. Und es gab im letzen Jahr einen Antrag (von AE Magdeburg) an den Spielleiterausschuss, solche findigen "Regelausleger" grundsätzlich durch Einführung einer DWZ-Bremse zu ächten. Der Antrag war verfristet eingegangen und die Abstimmung, ihn wegen Dringlichkeit zuzulassen, ging (immerhin knapp) verloren. Man beachte: Die regelmässige Manipulation der zwei höchsten Ligen im Land zu verhindern, schien den höchsten Entscheidern nicht dringlich genug! Schaut man genauer hin, so stellt man fest, dass einer der Abstimmer aus Köthen kommt, und dort aktuell wieder als "Hütchen" durch die Mannschaften seines Vereins geschoben wird. Helau und Alaaf !
Was dann vom sportlichen Wettkampf übrig blieb, verloren die Hettstedter klar mit 2 : 6. 

In der Bezirksoberliga wird es für Hettstedts Zweite nach der Niederlage - trotz guter Besetzung - von 3 : 5 beim PTSV Halle immer schwieriger das Tabellenende zu verlassen. Denn in den drei noch folgenden Spielen warten u.a. der Tabellenerste- und Zweite. Gegen PTSV gewann einzig Frank Kuberkiewicz seine Partie gewinnen, Alexander Schmidt, Jens Flieger, Jens Reckner und Gerhard Riemer spielten remis. 

Dringend benötigte Geschenke für Hettstedt gab es in der Bezirksliga. WSG Halle Neustadt II hatte Probleme und gab drei Punkte kampflos ab. Für den knappen Hettstedter Sieg reichten dann schon drei Remis. Diese errangen Franziska Becker, Dominik Becker und Eric Heber. Damit hat Hettstedt die rote Laterne endlich abgegeben. Stattdessen sind jetzt fünf Mannschaften punktgleich am Tabellenende - es bleibt also sehr spannend.

In der Bezirksklasse schein Hettstedt IV wie festgeschraubt auf dem letzten Platz. Das gleichwertige Duell mit USV Halle V ging knapp mit 2,5 : 3,5 verloren. Für Hettstedt siegten Taylor Lehmann und Kerstin Witthuhn, Matthias Wernicke spielte remis.
Dem Abstieg entronnen ist Hettstedts Fünfte, woran auch die aktuelle Niederlage gegen die starke Mannschaft von GW Bischofrode nichts ändern wird. Beim 2 : 4 spielten Volker Reger und Florian Manteuffel remis. Das Phänomen der Mannschaft heißt Jannek Worlitschek, der zum sechsten Mal in Folge seine Partie gewinnen konnte. Bischofrode bleibt Zweiter, Hettstedt V Dritter. 

 

 

Ein tolles Turnier schließt die Pforten - Adieu Offene DVM U10

Viele Jahre lang war die Offene DVM U10 im Magdeburger Maritim-Hotel ein fester Termin für die jungen Hettstedter Nachwuchsspieler. Nun hat die Deutsche Schachjugend diese erfolgreiche Ära, in der jeder Verein an der DVM teilnehmen konnte, für beendet erklärt. Zutritt ab jetzt nur noch für eine kleine Auswahl von Qualifizierten! Geopfert auf dem Hochaltar des "Leistungssports" wird hier vor allem der Enthusiasmus der kleineren Vereine, deren Anspruch schon allein durch die schlichte Teilnahme an diesem tollen Turnier erfüllt ist. 

Diese letzte Ausgabe der OFFENEN DVM U10 lief aber nochmal in der bewährten Weise - organisatorisch vorzüglich - ab; und es gab sogar ein Extra-Bonbon. Das Hettstedter Team mit Hieu Tran Minh, Jason Reitmann, Constantin Born und Florian Leske belegte unter 63 Mannschaften einen ausgezeichneten 38.Platz, der dem Leistungsvermögen unserer jungen Garde entspricht. Tabelle: http://dvm.schnix.de/tabellen.html

Erstmals gab es ein Rahmenturnier mit integrierter U8-Meisterschaft für Vierer-Teams. Wir nutzen die Chance, noch eine zweite Mannschaft mit nach Magdeburg zu nehmen. Paul Kühne, Nevio Heidenreich, Erik Ecke und Max Wagenhaus kämpften sich tapfer durch ein Feld, das deutlich größer (älter) und stärker war als erwartet. Leider gab es in 7 Runden nur drei U8-Mannschaften zu bespielen. Wenn gleich es schwer war, hier an Punkte zu kommen, konnte doch jeder eine Partie gewinnen, Erik sogar deren zwei. Drei der vier könnten im nächsten Jahr immer noch U8 spielen. Und die Kinder haben enorm dazu gelernt. Am zweiten Tag spielten sie überwiegend ihr bestes Schach aller Zeiten, es fehlten nur ein wenig die Punkte zur angemessenen Selbstbelohnung. http://dvm.schnix.de/tabellen.html

Südharzmeisterschaft auf Schloß Mansfeld

Wie in jedem Jahr war die Südharzmeisterschaft auf Schloss Mansfeld das vorweihnachtliche schachliche Glanzlicht in der Region. Trotzdem das Turnier diesmal erst am Abend vor der Bescherung zu Ende ging, waren die edlen Turniersäle wieder voll besetzt - mit 66 Spielern in der offenen Südharz-Meisterschaft und 13 Nachwuchsspielern im Knappen-Turnier. 
Der favorisierte Robin Jacobi gewann mit 4,5 aus 5 zum wiederholten Mal das Turnier, wobei ihm nur der in blendender Form aufspielende Berliner Frank Dreke - ebenfalls Stammgast - ein Remis abtrotzen konnte. Zweiter nach Wertung im Pulk von fünf Punktgleichen (4,0) wurde der Aaron Gröbel, ehemaliger Helbraer, der aktuell in Halle studiert. In der Schlußrunde kämpfte er im direkten Duell um den Turniersieg, doch seine strategisch waghalsigen Partieanlage erwies sich als taktisch zu instabil. Ebenfalls vier Punkte eroberte Holger Ziegenfuß vom ESV Göttingen, mit Wertungsvorsprung vor seiner punktgleichen Tochter Antonia Ziegenfuß (OSG Baden-Baden), mehrfache deutsche Schülermeisterin und Teilnehmerin an der Jugendweltmeisterschaft. Überraschend stark zeigte sich das junge Hallenser Nachwuchstalent Gero Schulemann, dessen gute Wertung ihm Platz drei bescherte. Der Pokal für den Meister des Südharzes (= Kreismeister MSH) ging erstmals an Roland Markus aus Sangerhausen, der 3,5 Punkte erspielte. Erfolgreichster der Schachfreunde Hettstedt wurde Enrico Kalliwoda, der die Doppelbelastung als Spieler und Turnierleiter locker schulterte und 3,5 Punkte sammelte. http://www.kalliwoda.de/okemmsh/okem18/rang.html

Das Knappenturnier für Spieler mit DWZ unter 1000 war diesmal sehr jung besetzt. Matthias Schwarz aus Zeitz gewann vor den Sennewitzern Alexander Haase und Felix Neuber. Bester Hettstedter wurde Nevio Heidenreich mit 3 aus 5. http://www.kalliwoda.de/okemmsh/okem18/knrang.html 

Alpha-Serie Hettstedt stark besetzt

Mit 34 Kindern unter 12 Jahren war das Turnier der Alpha-Serie in Hettstedt ausgezeichnet besetzt, die Nachwuchs-Elte des Schachbezirkes Halle war fast vollständig vertreten. Nach drei Runden im Schweizer System hatten gleich vier Spieler alle Partien gewonnen. Die beste Wertung unter den Besten entschied für Hieu Tran Minh von den Schachfreunden Hettstedt als Turniersieger. Seine Gegner hatten die meisten Punkte im Turnier gesammelt. Der dominierende Verein war diesmal allerdings ganz klar der SV Roter Turm, denn die drei anderen "Co-Sieger" kamen aus dieser Hallenser Talenteschmiede. Jaron Rumpold, Georg Spinka, Till Gollmann und Johann Pietsch (2 Punkte) sorgten für einen großen Vorsprung in der Vereinswertung. Stark spielte auch der Hettstedter Lennart Engel-Witte, der mit zwei Siegen einen wichtigen Anteil am zweiten Platz der Schachfreunde Hettstedt in der Vereinswertung hatte. Erik Seidemann erkämpfte 1,5 Punkte und Felix Schneider einen Punkt. 
Gespielt wurde ein Einzelspielerturnier, bei dem die Ergebnisse der vier besten Spieler jedes Vereins für die Vereinswertung addiert wurden. Die Alpha-Serie mit den drei Einzelturnieren in Naumburg, Hettstedt und Halle ist die Vereins-Pokalmeisterschaft U12 im Schachbezirk Halle.
Ihr erstes Turnier als Schiedsrichter bestritten erfolgreich Taylor Lehmann und Florian Manteuffel aus der Jugend der Schachfreunde Hettstedt.
Rangfolge Einzel: Gesamte Tabelle hier.
1. Hieu Tran Minh, SF Hettstedt - 3 Punkte
2. Jaron Rumpold, RT Halle - 3
3. Georg Spinka, RT Halle - 3
4. Till Gollmann, RT Halle - 3
5. Alexander Haase, SG Sennewitz - 2
6. Ritaj Manous, SV Merseburg - 2
7. Johann Pietzsch, RT Halle - 2
7. Johannes Knüpfer, USV Halle - 2
7. Till Baude, RT Halle - 2
7. Lennart Engel-Witte, SF Hettstedt - 2
11. Marten Lischka, USV Halle - 2
12. Georg Barrot, RT Halle - 2

Vereinswertung:
1. SV Roter Turm Halle,  11Punkte
2. Schachfreunde Hettstedt, 7,5 Punkte
3. SG Sennewitz, 7
4. USV Halle, 7
5. SV Merseburg 4 
  

"Black Sunday" - Schachfreunde Hettstedt unter Wert zu haben

Im Sog zwischen "Black Friday" und "Cyber Monday" waren auch Siege über Mannschaften der Schachfreunde Hettstedt als echtes Schnäppchen zu haben. In der Landesliga bei Naumburgs starker Zweiter brachen gute Stellungen auch ohne explizite "Feindeinwirkung" überraschend zusammen - ein tragisches Phänomen, das bereits im letzten Spiel auftrat. Aber immerhin konnten die beiden Reservisten Enrico Kalliwoda und Oliver Krüger mit Partiegewinnen überzeugen. Kai Friedrich trug ein Remis bei. Mehr als magere 2,5 von 8 Punkten war an diesem Tag wohl einfach nicht zu holen.
In Halle bei USV IV bekam Hettstedts Zweite (Bezirksoberliga) zunächst einen kampflosen Punkt am Spitzenbrett geschenkt - wurde anschließend aber mit  5,5 : 2,5 deutlich überrollt. Detlef Friedrich gewann, Frank Kuberkiewicz spielte Remis. 
Das zweite Unentschieden im vierten Spiel der Serie gelang Hettstedts Dritter in der Bezirksliga. Beim 4 : 4 gegen Romonta Amsdorf. Es siegten Franziska Becker, Niklas Wernicke und Eric Heber, dazu kamen zwei halbe Punkte von Gunnar Dockhorn und Werner Schubert.
In der Bezirksklasse war für Hettstedt IV beim Schachklub Roland Weißenfels ebenfalls kein Blumentopf zu gewinnen. Beim 5 : 1 für die Gastgeber konnten lediglich Mannschaftsleiter Matthias Wernicke und Jugendspieler Taylor Lehmann ein Remis erkämpfen.
Über den einzigen Mannschafts-Sieg des Tages für die Schachfreunde Hettstedt durfte sich Hettstedts Fünfte freuen, als Schülermannschaft das jüngste Team im Portfolio unseres Klubs. Partiegewinne gelangen Hieu Tran Minh, Florian Manteuffel und Jannek Worlitschek, Remis erreichte Luca Zander. Gegner war Tabellen-Schlußlicht Naumburg IV.
Fazit Spieltag Nr. 4 : Wir sind Vorletzter in Bezirksoberliga, Bezirksliga und Bezirksklasse, das dürfte immerhin für Spannung bis zum letzten Spieltag sorgen. Und diesmal holten die wenigen Punkte des Tages auffällig oft Jugendspieler.    
   

Alpha-Serie/ Turnier Hettstedt 08.12.

A L P H A - S E R I E  U12  Schachbezirk Halle 2018
Bezirks-Vereinspokal  U12 (geb. 2007 oder später)
                         Turnier:  Hettstedt, am Sa, 08.12.2018  

Spielort:     Hettstedt, OT Walbeck, Klosterstr.7 
Meldung:     Bitte bis 06.12. an Turnierleiter Dirk Michael, c4dirk@gmail.com   / Fon:   0177 3847827
Modus:     3 Runden, 1h Bedenkzeit je Spieler, Notation, DWZ-Auswertung
Startgeld:    4 Euro je Teilnehmer
Zeitplan:     Anmeldung bis 9.00 Uhr, 1. Runde 9.15 Uhr
        Siegerehrung ca. 15.30 Uhr (meist etwas zeitiger)  

Teilnahme:     Mitglieder des Deutschen Schachbundes aus den Vereinen des Schachbezirkes Halle, AK U12 (geb. 2007 oder später). Das Turnier ist weiterhin offen für Kinder von außerhalb des Schachbezirkes Halle, jedoch nur, sofern sie bereits im Besitz einer DWZ sind. Die Vereinswertung wird ausschließlich für Vereine des Schachbezirks Halle berechnet.

Paarungsermittlung im  H E T T S C H A C H - S Y S T E M : 
Die erste Runde wird gesetzt nach aktueller DWZ-Rangliste (Nr 1. mit Weiß gegen Nr. 2 usw.). Runden 2 und 3 Computerauslosung im Schweizer System. Vereinsinterne Paarungen werden in allen Runden grundsätzlich ausgeschlossen (soweit mathematisch möglich).

Vereinswertung: Von jedem Verein aus dem Schachbezirk Halle werden nach den drei Runden die vier punktbesten Spieler des Tages ermittelt. Deren addierte Punkte ergeben die Vereinswertung. Bei Punktgleicheit entscheidet die Buchholzwertung, danach die Anzahl der Siegpartien. Die Gesamtzahl der startenden Spieler aus einem Verein ist beliebig. 
Medaillen für die Vereinswertung jedes Turniers. Kleine Einzelpreise für jeden nach Punktwertung.
Pokalsieger ist der Verein mit der besten Wertung aller drei Turniere.

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