Sommerschach auf Schloß Mansfeld

Das historische Schloß Mansfeld mit seinem intensiv Geschichte atmenden Gelände bot vier Tage lang eine überaus passende Kulisse für ein spannendes Turnier im Spiel der Könige. Das Teilnehmerfeld war alters- und leistungsmässig bunt gemischt. Vom Internationalen Meister bis zum keinen Nachwuchsspieler blieben die Denksportler im mittelalterlichen Gewölbesaal von der Hitze des Hochsommers weitgehend unbehelligt. Für die gastgebenden Schachfreunde Hettstedt hielt die Siegerehrung eine besondere Freude bereit, konnte doch Trainer (und Mitorganisator) Enrico Kalliwoda die Siegestrophäe seinem langjährigen Meisterschüler Aaron Gröbel übergeben. Dieser hatte in den 7 Runden nur zwei halbe Punkte abgegeben: Ein Remis gegen den 12-jährigen Michael Pikalow aus dem Landeskader Sachsen-Anhalts, und ein weiteres gegen den punktgleich zweitplatzierten Prof. Sören Bär aus Leipzig. Schachfreund Bär hatte in der mit Abstand längsten Partie der Schlußrunde die Harzer Schachlegende Achim Stanke nieder gerungen. Platz drei ging mit 5,5 Punkten an IM Dr. Manfred Glienke aus Berlin vom SC Kreuzberg.  Beste Dame wurde Britta Leib vom SV Holstein. In der Kategorie bester Spieler unter DWZ 1200 gewann mit Rainer Fellmuth ein treuer Freund der Mansfelder Schloßturniere, der sich eigens für diesen Anlass ein selbst entworfenes Fan-T-Shirt hat bedrucken lassen. Bester mit DWZ U 1500 wurde Jugendspieler Oliver Krüger von den Schachfreunden Hettstedt, dessen Spielstärke in den letzten Monaten wahrlich enorm angestiegen ist. In der Kategorie U1800 gewann Benjamin Prior von SF Andersson Wetzlar, für den das Turnier auf Schloß Mansfeld das "Bergfest" auf seiner Fahrradtour durch den Harz darstellte. Mit den rustikal-entspannten Bedingungen auf dem Schloßgelände, von der Möglichkeit mitten in einer Burgruine zu zelten, dem kleinen Cafe mit Freisitz unter uralten Bäumen, einer geschichtsorientierten Führung über das Gelände, der immer umlagerten Tischtennisplatte etc. zeigten sich viele der 55 Teilnehmer sehr zufrieden. Ein kleines Manko waren die diesmal recht wenigen verfügbaren Pensions-Zimmer im Schloß selbst, aber das wird im nächsten Sommer besser  . . .    

Tabellen: http://www.kalliwoda.de/mss/rang.html