Vorsicht Hütchenspieler ! - Köthen narrt Hettstedt

Der 3. Februar war ein paradoxer Spieltag.
Zum Landesligaduell mussten die Hettstedter beim Cöthener FC Germania 03 antreten. In der Karnevalshochburg Köthen wurden die arglosen Hettstedter zu unfreiwilligen Mitwirkenden in einem schmierigen Schelmenstück gemacht. Helau und Alaaf !
Da hatten doch die Köthener Schachfreunde gegen Hettstedt plötzlich ihre halbe Verbandsliga-Mannschaft - nun in der Landesliga - am Brett sitzen. Der Preis dafür waren, wie sich später zeigte, u.a. zwei frei gelassene Köthener Bretter in der Verbandsliga. Aber die findigen Köthener hatten ja in der höchsten Liga des Landes vorsorglich 4 Kinder mit Mini-DWZ der Meldung der Stammmannschaft als Strohpüppchen hinzugefügt. Und so konnte man die Hütchen fröhlich Durchwechseln, Rangieren, Freilassen etc.. Und an diesem Tag hatte man sich entschlossen, im Aufstiegskampf der Verbandsliga ein Spiel wegzuschenken und dafür gegen Hettstedt in der Landesliga mit einer unverhältnismässig starken Truppe aufzutrumpfen. Helau und Alaaf !
Gleiches gab es wiederholt schon in der Vorsaison. Und es gab im letzen Jahr einen Antrag (von AE Magdeburg) an den Spielleiterausschuss, solche findigen "Regelausleger" grundsätzlich durch Einführung einer DWZ-Bremse zu ächten. Der Antrag war verfristet eingegangen und die Abstimmung, ihn wegen Dringlichkeit zuzulassen, ging (immerhin knapp) verloren. Man beachte: Die regelmässige Manipulation der zwei höchsten Ligen im Land zu verhindern, schien den höchsten Entscheidern nicht dringlich genug! Schaut man genauer hin, so stellt man fest, dass einer der Abstimmer aus Köthen kommt, und dort aktuell wieder als "Hütchen" durch die Mannschaften seines Vereins geschoben wird. Helau und Alaaf !
Was dann vom sportlichen Wettkampf übrig blieb, verloren die Hettstedter klar mit 2 : 6. 

In der Bezirksoberliga wird es für Hettstedts Zweite nach der Niederlage - trotz guter Besetzung - von 3 : 5 beim PTSV Halle immer schwieriger das Tabellenende zu verlassen. Denn in den drei noch folgenden Spielen warten u.a. der Tabellenerste- und Zweite. Gegen PTSV gewann einzig Frank Kuberkiewicz seine Partie gewinnen, Alexander Schmidt, Jens Flieger, Jens Reckner und Gerhard Riemer spielten remis. 

Dringend benötigte Geschenke für Hettstedt gab es in der Bezirksliga. WSG Halle Neustadt II hatte Probleme und gab drei Punkte kampflos ab. Für den knappen Hettstedter Sieg reichten dann schon drei Remis. Diese errangen Franziska Becker, Dominik Becker und Eric Heber. Damit hat Hettstedt die rote Laterne endlich abgegeben. Stattdessen sind jetzt fünf Mannschaften punktgleich am Tabellenende - es bleibt also sehr spannend.

In der Bezirksklasse schein Hettstedt IV wie festgeschraubt auf dem letzten Platz. Das gleichwertige Duell mit USV Halle V ging knapp mit 2,5 : 3,5 verloren. Für Hettstedt siegten Taylor Lehmann und Kerstin Witthuhn, Matthias Wernicke spielte remis.
Dem Abstieg entronnen ist Hettstedts Fünfte, woran auch die aktuelle Niederlage gegen die starke Mannschaft von GW Bischofrode nichts ändern wird. Beim 2 : 4 spielten Volker Reger und Florian Manteuffel remis. Das Phänomen der Mannschaft heißt Jannek Worlitschek, der zum sechsten Mal in Folge seine Partie gewinnen konnte. Bischofrode bleibt Zweiter, Hettstedt V Dritter.