Punktspiele mit Rückenwind von der Frühlingswiese

Mit starker Besetzung war die Dritte des USV Halle zum LANDESLIGA-Spiel nach Walbeck gereist. Doch der Hallenser Vorsprung von durchschnittlich 150 DWZ-Punkten blieb an diesem Tag trockene Theorie.  Auf den Brettern in der historische "Klosterschänke" im kleinen Dorf Walbeck wogte ein spannender Kampf mit offenem Visier, beim dem meine vorbildlich kämpfenden Schachfreunde Hettstedt schließlich die Routiniers aus der Großstadt bezwingen konnten. Aaron Gröbel und Dirk Michael gewannen im Endspiel. Die  arg gedrückte Position von Kai Friedrich wollte sein Gegner elegant im Handstreich überrollen, doch ein taktisches Versehen wendete das Blatt grundlegend. Auch Jugendspieler Oliver Krüger konnte wieder einen Partiegewinn beitragen. Die einzige Partie mit Friedenschluss ergab sich bei Falk Matiebe. Hettstedt gewann 4,5 : 3,5.

Bereits schon nach nur zwei Runden in der BEZIRKSOBERLIGA haben sich die "typischen  Verdächtigen" wieder gemeinsam am Tabellenende eingefunden. Hettstedt und Quenstedt hatten diese Position schon in der letzten Serie langfristig inne. Für die Zweite der Schachfreunde Hettstedt bleibt die Bezirksoberliga nach wie vor ein steiniger, fruchtloser Acker. Dennoch wurde er zuletzt doch immer irgendwie geschafft, der Klassenerhalt. Im Punktspiel gegen WSG Halle-Neustadt konnte sich das Team diesem Ziel allerdings noch nicht annähern.  Die Hallenser gewannen ungefährdet mit 5,5 : 2,5. Remis erzielten Alexander Schmidt, Detlef Friedrich und Jens Flieger. Duplizität zum vorigen Spiel: Den einzigen Partiegewinn verbuchte der neue Mann bei den Schachfreunden: Jannes Witter. 

Eine feine Überraschung war der erste Saisonsieg der Dritten in der BEZIRKSLIGA. Bei der klar favorisierten Zweiten des PTSV Halle gewannen die kurzfristig aus der Reserve nachgerückten Jugendspieler Luca Zander und Florian Manteuffel ihre Partien. Remis spielten Gunnar Dockhorn, Henning Gröbel und Franziska Becker. Der Tag wurde wurde schließlich entschieden in der am längsten dauernden Partie des Wettkampfes. Der Nestor des Hettstedter Schachvereins, der 84-jährige Gerhard Riemer, bewies nach mehrstündigem Kampf einmal mehr seinen taktischen Scharfblick - und Hettstedt gewann mit 4,5 : 3,5.

Für Hettstedt IV läuft die Serie in der BEZIRKSKLASSE bisher so ganz anders als im Vorjahr - diesmal eher wie Blümchenpflücken auf der Frühlingswiese.  Im zweiten Spiel gelang der zweite Sieg durch zwei Partiegewinne bei der Zweiten von Grün-Weiß Granschütz. Alexander Graw und Kerstin Witthuhn gewannen; Matthias Wernicke, Taylor Lehmann und Raphael Voigt spielten Remis; Endstand 3,5 : 2,5 für Hettstedt.