Restitution per Relegation - Hettstedts Zweite hält in letzter Sekunde die Klasse

Eine völlig unverhoffte Wendung des Schicksals erlaubte der Zweiten der Schachfreunde Hettstedt den Verbleib in der Bezirksoberliga. Als Letzter der Liga hatte das Team - nach einer Serie voller Pech und Pannen - bereits seinen Frieden mit dem unvermeidlich scheinenden Abstieg gemacht, als der USV Halle sich entschied, seine neu geplante Mannschaft freiwillig eine Liga tiefer starten zu lassen. Die Hallenser wollen dort ihr Team mit Jugendspielern neu aufbauen. Ein "Hoch" auf die Jugendförderung des USV ! Denn diese edle Strategie eröffnete den Hettstedtern die Chance auf das Relegationsspiel gegen die SG Sennewitz (2. Platz Bezirksliga), welches ursprünglich der Quenstedter Eintracht zugestanden hätte, deren unerschütterliches Siebengestirn nun sogar kampflos die Liga hält. 
Und obwohl diese neue Konstellation sich für die Hettstedter äußerst kurzfristig ergab, wurde in Windeseile noch eine solide Aufstellung formiert, mit der die Schachfreunde ihrer Favoritenrolle gerecht werden konnten. Zumal die Sennewitzer vor Jahresfrist ihren spielstärksten Jugendstar Pascal Neuber zum USV Halle (sic!) delegiert hatten. 

Nach spannendem Kampf gewannen die Hettstedter verdient, aber in der Höhe schmeichelhaft, mit 6 : 2 gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Sennewitzer. Nach Partiegewinnen von Alexander Schmidt, Enrico Kalliwoda, Frank Kuberkiewicz und Jugendspieler Oliver Krüger blieb es Mannschaftsleiter Jürgen Kaschuba vorbehalten, mit seinem Sieg den Nichtabstieg seiner Mannschaft zu zementieren. Detlef Friedrich erhöhte nach Zeitnotschlacht zum Endstand.
Ein glücklicher Narr ahnt es jedoch: Nach dem Klassenerhalt  . . . ist vor dem Klassenerhalt.