Evangelische Grundschule Hettstedt Erster in Mitteldeutschland

Gespeichert von c4 am Di., 19.05.2026 - 07:25

Die Evangelische Grundschule in Halle war erstmal Ausrichter der Schach-Meisterschaft der Evangelischen Grundschulen in Mitteldeutschland. Im großzügigen Neubau im Grünen am Stadtrand fanden die Kinder hervorragende Spielbedingungen.
Eingeladen waren alle 19 Grundschulen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die dem Verbund der "Evangelischen Schulstiftung in Mitteldeutschland St. Johannes" angehörig sind. Dem Ruf folgten Kinder aus Aschersleben, Eisenach, Erfurt, Halle, Hettstedt, Merseburg, Mühlhausen, Nordhausen und Rathmannsdorf. Als externer Kooperationspartner des Verbandes war auch erstmals die Evangelische Grundschule Zeitz dabei. 

Für die Fahrt nach Halle wurden die besten Schach-Kinder der Evangelischen Grundschule "Martin Luther" Hettstedt ausgewählt, die seit vielen Jahren eine rege Zusammenarbeit mit den "Schachfreunden Hettstedt" pflegt. Die sechs besten Schachkinder der Schule bildeten das Team, das in einem Einzelturnier gegen die Kinder der anderen Schulen antrat. Verlost wurde nach dem Schweizer System, allerdings mit der Besonderheit, dass schulinterne Paarungen ausgeschlossen waren.

Nach vielen spannenden Kämpfen in den 5 Runden hatten Arne Stange, Hanna Baewert, Aaron Pollmer, Lenny Plaha, Mats Dolezich, Johannes Schmidt in der Summe der besten vier die meisten Punkte gesammelt und den Pokal errungen !
Allerdings war es knapp wie nie zuvor, denn nur ein halber Punkt trennte die Hettstedter vom Zweitplatzierten, dem Gastgeber Evangelische Grundschule Halle. Dritter wurde Zeitz, die den erfolgreichsten Einzelspieler in ihren Reihen hatten. Der Hettstedt Mats Dolezich bekam einen Pokal für die Zweitbeste Einzelleistung.

Der Hettstedter Verein stellte die Hälfte der Schachspiele und Schachuhren in Halle zur Verfügung. Mit ein wenig Stolz kann die Evangelische Grundschule Hettstedt bilanzieren, dass sie das Turnier bisher in allen sieben Austragungen gewonnen hat. 

Vierter Platz im Zukunftslabor Bezirksklasse Halle

Gespeichert von c4 am Di., 19.05.2026 - 03:54

Das letzte Saison-Spiel der Bezirksklasse fand 2 Wochen nach dem Abschluss aller anderen Ligen statt, denn die doppelrundige Austragung ergab einen zusätzlichen Spieltag. 
Hettstedts Vierte unterlag gegen die dritte Mannschaft des Reideburger SV mit 1 : 3. Ein Remis erzielten Mannschaftsleiter Gunnar Dockhorn und Stefan Malkoc. Die Reideburger spielten mit der stärksten Aufstellung der Serie und erzielten ihren allerersten Sieg der gesamten Serie. Hettstedt belegte einen guten vierten Platz, schrammte sogar nur knapp am Dritten vorbei. Reideburg blieb Letzter.

Die Bezirksklasse spielt an vier Brettern. Für die vierte Mannschaft der Schachfreunde Hettstedt saßen im Saisonverlauf (10 Spiele) insgesamt 16 unterschiedliche Spieler an den Brettern. Die häufigsten Einsätze verzeichneten Nachwuchsspielerin Greta Müller und Mannschaftsleiter Gunnar Dockhorn. Mit Stefan Malkoc, Dave Riemer und Dirk Müller waren drei Spieler im Einsatz, die durch ihre Schach spielenden Kinder im Verein ankerten und nun in der Mannschaft mitwirkten. 

Ist die Bezirksklasse Halle vielleicht sogar eine Art Zukunftslabor für den Verband ? Vor zwei Jahren wurde hier eine neue Nachmelde-Regel in Kraft gesetzt, die es neuen Vereins-Mitgliedern oder dem eigenen Nachwuchs erlaubt, jederzeit in die Mannschaften der Bezirksklasse einzurücken und mitzuspielen. Per einfacher Nachmeldung ! Rückblickend geradezu irre, wie selbstbehindernd die Regeln früher waren. 
Hettstedt nutzte diesen Nachmeldungs-Karte aktuell in drei Fällen von maximal vier erlaubten. Dadurch blieb kein einziges Hettstedter Brett im gesamten Verlauf der Bezirksklasse-Serie unbesetzt. Frühere Praxis war Freilassen und dafür Strafe zahlen. Die letzte diesbezügliche "Innovation" des Verbandes war die drastische Anhebung der Strafgebühren-Peitsche für unbesetzte Bretter, die kluger Weise auf Bezirksebene nur deutlich abgemildert umgesetzt wurde. Und es gibt im Bezirk Halle eben dieses angenehme Bemühen, Schach zu ermöglichen, statt Schach zu bestrafen. 
Neu ist auch die Aufteilung der Bezirksklasse in eine Nord- und eine Südstaffel. Dies minimiert die Fahrtwege spürbar. Und ist abgelauscht den Interessen der Schachspieler und Vereine, die zuvor in der untersten Bezirks-Liga die gleichen Wegstrecken bewältigen mussten, wie ein Team der Bezirks-Oberliga. (Und es war deutlich zu beobachten, dass die Kreisligen in den Ballungszentren mit kurzen Strecken immer rege Beteiligung fanden.) 
Und so deutet sich eine Entwicklung an, dass in den Flächengebieten, wo die Kreisligen mangels Vereinen winzig klein sind (oder gar nicht mehr existieren), die Bezirksklasse hier immer mehr die Funktion einer Einsteiger-Liga übernehmen wird. Im Zukunftslabor "Bezirksklasse Halle".
        

Landesliga U12 - Ein kleines Zwischentief

Gespeichert von c4 am Di., 21.04.2026 - 07:27

Nach dem sehr guten Start in die Landesliga reiste das U12-Quartett der Schachfreunde Hettstedt recht optimistisch nach Merseburg zur zweiten zentralen Doppelrunde der Liga. Im riesigen Spielsaal hatten die Kinder verschwenderisch viel Platz, aber das Spielfeld blieb auf 64 Felder beschränkt. Und in diesem keinen Refugium des Scharfsinns standen sich die Hettstedter Figuren diesmal leider gegenseitig im Wege.

Im ersten Spiel waren die Hettstedter klare DWZ-Favoriten gegen ein junges Team vom USC Magdeburg. Bereits nach wenigen Minuten lagen jedoch drei der vier Hettstedter Positionen unheilbar in Trümmern. Einzig Greta Müller spielte auf gutem Niveau und führte ihre Partie in einem langem Kampf zum Sieg. Darius Rümpler versuchte in ruinierter Stellung einen letzten Trick, der zunächst vom Gegner durchschaut und problemlos abgeweht wurde. Doch in einem unkonzentrierten Moment blockierte dieser plötzlich seine eigene Verteidigung und Darius setzte überraschend und glücklich Schachmatt. Mit dem Endergebnis von 2 : 2 durfte Hettstedt hochzufrieden sein.  
Das endgültige Waterloo folgte dann in der zweiten Runde dieses verhexten Tages. Erneut waren der Hettstedter Nachwuchs großer Favorit, wenn man auf die DWZ blickte - diesmal gegen den Roten Turm Halle. Doch die zuletzt bei allen Hettstedtern in der Landes-Einzelmeisterschaft schön geschmiedete DWZ gewinnt die Partien nicht von allein. Der Rote Turm Halle überrollte die vier Hettstedter Schachfreunde mit 3,5 : 0,5. Lediglich Greta Müller erreichte ein Unentschieden am Spitzenbrett. 
Hettstedt steht vor der abschließenden Doppelrunde immerhin noch auf dem fünften Platz.
Tabelle : https://ergebnisse.schach-sachsen-anhalt.de/index.php/component/clm/?vi…
      

Letzter Punktspieltag - Entspannter Abschluß einer wirklich guten Serie

Gespeichert von c4 am Mo., 13.04.2026 - 08:56

Eine Serie, in der die Schachfreunde Hettstedt so erfolgreich waren, wie schon lange nicht mehr, ist mit dem letzten Punktspieltag harmonisch ausgeklungen.
Hettstedts Erste war in die Verbandsliga, die höchste Spielklasse Sachsen-Anhalts, aufgestiegen. Und es war klar, dass ein Klassenerhalt nur möglich sein würde, wenn es den besten Spielern gelingt, regelmässig an den Spieltagen am Brett zu sitzen. Das ist nicht immer einfach, denn einige Spieler wohnen mittlerweile nicht mehr in Hettstedt und unternehmen weite Fahrten für ihre Partien. Doch der Einsatz lohnte sich - Hettstedt startete gut, war danach nie in akuter Abstiegsgefahr, zwischenzeitlich sogar auf Platz 3 und behauptete sich tapfer im starken Feld.
Durch die gute Position waren auch zwei knappe Niederlagen in der finalen Doppelrunde von jeweils 3,5 : 4,5 gegen Gräfenhainichen und Köthen kein Problem. Die Verbandsliga spielt immer diese abschließende Doppelrunde am Samstag und Sonntag, bei der alle Mannschaften nochmal gemeinsam an einem zentralen Ort zusammentreffen. Diesmal stellte Magdeburg einen Saal zur Verfügung, der sehr würdevoll war, aber etwas düster wurde, sobald sich Wolken vor die Sonne schoben. 
Einige Schachfreunde waren gezwungen, mit grünen Figuren auf grünen Schachbrettern zu spielen. Das war sehr speziell und zum Glück betraf es nicht uns. Ein schöner Aspekt der zentralen Runde ist aber, dass man viele liebe Schachfreunde aus den befreundeten Vereinen wiedersehen kann. 
Mannschaftsleiter Aaron Gröbel erzielte am Spitzenbrett das herausragende Ergebnis der Serie mit 8 Punkten aus 9 Partien. Mit gleicher Ausbeute beendete Dirk Michael die Serie. Die Mannschaft wurde Fünfter.

In der Bezirksoberliga empfing Hettstedts Zweite die Gäste aus Granschütz, die allerdings zwei der acht Bretter unbesetzt lassen mussten. Dieser Mangel an Fachkräften sorgte für kampflose Hettstedter Punkte durch Franziska Becker und Detlef Friedrich. Die Vorlage vollendeten dann Reinhold Steudner und Hartmut Schubert durch Siege - und mit den Remis von Frank Kuberkiewicz und Erik Seidemann endete der Wettkampf mit 5 : 3 für Hettstedt.
Eingesetzt wurden im Saisonverlauf 16 Spieler, die alle solide punkteten. Und fast jede der munter wechselnden Besetzungen erwies sich als erfreulich widerstandsfähig. In den letzten Jahren war die Zweite oft permanent in Abstiegsgefahr, so dass der vierte Platz als höchst erfreuliches Zeichen einer neuen Stabilität gelten mag. 

Auch in der Bezirksliga war im Saisonverlauf eine bunte Mischung aus 17 Spielern der Schachfreunde Hettstedt in den Punktspielen im Einsatz. Gespielt wird hier an 6 Brettern. Die Konstanten im Team waren Mannschaftsleiter Florian Manteuffel und Senior Jürgen Kaschuba, der mit 4,5 aus 8 das beste Einzelergebnis erzielte. Sehr stark zeigte sich nach langer Pause auch wieder Reiner Britten (der als Nachrücker mehrmals die Zweite verstärkte) und insgesamt 6 Punkte in 7 Partien eroberte.
Das letzte Punktspiel gegen Bad Dürrenberg ging mit 1,5 : 4,5 unerwartet deutlich verloren. Es siegte Gunnar Dockhorn, Remis Florian Manteuffel. Doch der sechste Platz in der Abschlußtabelle ist ein völlig zufrieden stellendes Ergebnis.

Zum Bewährungsfeld der Nachwuchsspieler wurde die vierte Mannschaft der Schachfreunde Hettstedt in der Bezirksklasse.
Exemplarisch dafür war das Spiel eines sehr jungen Quartetts gegen die favorisierten Routiniers von der SG Bischofrode. Die Kinder erwiesen sich als zähe Kontrahenten, sammelten 1,5 Punkte (von 4) und wertvolle Erfahrungen.
Es siegte Darius Rümpler, Remis erkämpfte Julia Kolditz.
In dieser Liga steht das letzte Spiel noch aus. Am 26. April empfängt Hettstedt den Reideburger SV.
 

Hettstedts U10-Team wird Bezirksmeister

Gespeichert von c4 am So., 12.04.2026 - 22:51

Für die letzte Doppelrunde der Bezirksliga U10 war Bad Dürrenberg ein ausgezeichneter Gastgeber. Die Schachfreunde Hettstedt reisten als Tabellenführer an und spielten mit Arne Stange, Lenny Plaha, Mats Dolezich und Mika Alfiado.
Erster Gegner war der direkte Verfolger Bad Dürrenberg. In dem spannenden Duell behielten die jungen Schachfreunde mit 3 : 1 die Oberhand und sorgten damit für die Vorentscheidung. Mit dem folgenden Kantersieg von 4 : 0 über Tabellenschlußlicht Bad Dürrenberg/ Sangerhausen (Spielgemeinschaft) konnte das Quartett der Schachfreunde Hettstedt den Titel des Bezirksmeisters gewinnen.
Erfolgreichster Spieler der Serie war Arne Stange, der am Spitzenbrett 6,5 Punkte aus 7 Partien eroberte. 

Landesmeisterschaft Jugend in der Landessportschule

Gespeichert von c4 am Sa., 11.04.2026 - 11:27

Das Eldorado der Bewegungs-Sportler, die Landessportschule in Osterburg, bietet seit Jahren gute Bedingungen auch für die Landesmeisterschaften der Schachjugend. Und natürlich schätzen auch die Schachspieler eine riesige Sporthalle. Das Schwimmbad blieb allerdings diesmal für uns geschlossen.
Die Schachfreunde Hettstedt reisten mit großer Delegation nach Osterburg. Vier Trainer betreuten 18 junge Spieler aus den Altersgruppen U10, U12, U14, U16 und U18. Ein bunter Querschnitt der Jugendspieler, von denen es aktuell mehr als 40 im Verein gibt. 
Die besten Hettstedter in der jeweiligen Altersgruppe:
U10 m -  Arne Stange auf Platz 4
U12 m - Heinrich Gorgas auf Platz 6
U12 w - Greta Müller auf Platz 2 / Das ist das beste Hettstedter Ergebnis bei den Landesmeisterschaften 2026 ! Als Vize-Landesmeisterin darf Greta zur Deutschen Meisterschaft fahren.
U14 m - Piero Heidenreich auf Platz 4
U14 w - Julia Kolditz auf Platz 12
U16 m - Ben Zander auf Platz 3
U18 m - Colin Oksas auf Platz 13
Das größte Plus bei der Deutschen Wertzahl (DWZ) eroberte Felix Schneider. Er gewann satte 161 Punkte dazu. Dazu Platz 6 in der AK U16 !

Aber wenn es nach dem Willen einiger Funktionäre geht, dann sind Spieler wie Felix künftig leider von der Landesmeisterschaft ausgeschlossen. Und viele andere Kinder auch. Der Vorstand LSJ stellte Pläne vor, ab 2027 eine DWZ-Grenze als Bedingung für die Teilnahme an den Landesmeisterschaften einzuführen. Damit sich kein Underdog mit lausiger DWZ mehr im Pool der Magdeburger Edelkader herumtreiben kann. Oder ein kleiner Provinz-Verein womöglich dort mit seinen schachbegeisterten Patzern das Feld sinnlos aufbläht.  
Zum Glück bemerkte mach einer doch noch, dass in einem Bundesland in dem es z.B. in der AK U18w nicht einen einzige Bewerberin zur LEM gibt (Null Teilnehmer !!), dieser Eliten-Wahn peinlich bis komisch wirkt. Stattdessen sollte sich die LSJ freuen, dass die Landesmeisterschaft eine so beliebte Veranstaltung ist. Und auch für die aktuelle Austragung 2026 verdienen alle Organisatoren wieder viel Lob. Es war eine Werbung dafür, alles so zu belassen. Und man hört, dass diese Botschaft bereits auf offene Ohren getroffen ist.